Samstag, 30. Dezember 2017

Die Grenzen überschreitende Kraft der Musik --- Weltmusik (aktualisiert)

Für die Begegnung der drei monotheistischen Religionen bietet nicht nur die Sprache, sondern auch die Musik viele Möglichkeiten. Im Mittelalter entwickelte sich auf der Iberischen Halbinsel eine Bühne der Vemittlung von jüdischen, christlichen und islamischen Elementen, aber auch im übrigen Europa gab es mehr interreligiöse Musikverbindungen, als man normalerweise vermutet.  So gehen inzwischen Musiker und Komponisten immer wieder auf Entdeckungsreise. Mehrere Gruppen haben vor einigen Jahren damit begonnen, solche interreligiösen Schätze aktualisierend ans Licht, besser ans Ohr zu bringen.

Solche Beispiele sind auch:

1. Daniel Barenboim
und das West-Eastern Divan Orchestra
  
2. TRIMUM mit einem Chor
für Juden, Christen und Muslime


Die berühmte Stuttgarter Bachakademie als federführender Veranstalter hat von 2012 - 2014 dieses Projekt vorangetrieben. Seit 2015 wird es in Eigenregie geführt. Initiator und Promotor ist weiterhin  Bernhard König, der sich nicht nur als ehemaliger Konzertveranstalter, sondern seit längerer Zeit auch als Autor, Komponist und Interaktionskünstler die Musik als interreligiöse Kraft beeindruckend verdeutlicht.
Vgl. bereits: Bernhard König im WDR 5 -Tischgespräch vom 02.10.2013


TRIMUM - Spuren verdichteten interreligiösen Singens

Vgl. auch das Projekt: Musik-Begegnung für JUNGE OHREN (2012/2013)


 3. Die religiösen Traditionen
    der drei Religionen sind auch
    Schwerpunkt dieser
    Ensembles: 

 


Farid Esack - Dialog der Geichwertigen in der Spannung von Unterdrückung, Armut und Gerechtigkleit (aktualisiert)

Der islamische Theologe Farid Esack (geb. 1959 in Wynberg, Südafrika) gehört zu den Promotoren für ein von Apartheid freies und versöhnend miteinander lebendes multikulturelles Südafrika.
1994-1998 war er Gleichstellungsbeauftragter in der Regierung Mandelas. Inzwischen ist er Professor für Religionswissenschaft an der Universität Johannesburg. Er ist einer der progressivsten Denker und Koranausleger überhaupt. Mit ihm hat sich eine eigenständige befreiungstheologische Lesart des Korans entwickelt. Diese verbindet sich mit einer dialogischen Offenheit für Menschen aller religiösen Traditionen.


Vgl. dazu den Beitrag:
Eine befreiungstheologische islamische Hermeneutik - Farid Esack


Das zeigen weiterhin zwei seiner Bücher, die übrigens bereits im Rahmen eines Seminars an der TU Dortmund (WiSe 2008/2009) vorgestellt wurden und erheblichen Eindruck hinterließen: 


--- Qur’an, Liberation & Pluralism (1997 u.ö.)
--- On Being a Muslim (1999 u.ö.)


Bereits 1994 berichtete Esack über seine Befreiungserfahrungen, auch im sich verändernden Südafrika:

Wem sollen wir Zugang zu unseren Wasserstellen gestatten?
Gesellschaftliche, religiöse und politische Dimensionen des Vorurteils

Bei einer Konferenz in Frankfurt/M. (Oktober 2010) zeigten
Hasan Hanafi und Farid Esack
dass Werte und Normen des Islam
nur im Sinne verantwortlichen Menschseins vor Gott verstanden werden können.



Auf einer Tagung des Theologischen Forums Christentum-Islam in Stuttgart zum Thema Armut und Gerechtigkeit (6.-8. März 2015) betonte er besonders, dass es nicht nur darum gehe, angesichts körperlicher und seelischer Not von Menschen Barmherzigkeit zu üben, sondern bewusst den Ursachen solcher Ungerechtigkeit und Unterdrückung nachzugehen, und zwar mit dem Ziel, die skandalösen Ursachen  zu beseitigen.

Die Texte Esacks sind durchweg von klarer Stellungnahme gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Armut geprägt, aber nicht im Sinne abgrenzender Polemik, sondern mit der Zielrichtung versöhnender Aktualität und Dialogbereitschaft. Es ist wichtig, sich dieser Herausforderungen  nicht nur in einem multikulturellen und multireligiösen Südafrika zu erinnern, sondern die jeweils eigene gesellschaftliche Situation unter diesen Gesichtspunkten zu befragen.

Deshalb gilt auch:
Farid Esack - liberaler islamischer Theologe, engagiert für Menschenrechte
 - mehr als nur ein "Israelkritiker" (Qantara.de, 01.03.2017) 

 

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Chanukka 5778 - Lichterfest des Judentums 2017

In diesem Jahr 2017 liegt Chanukka (Chanukkah), das
achttägige Lichtfest des Judentums, parallel zum christlichen Adventszeit:
Chanukka wird  vom 13. Dezember bis
20. Dezember 2017 gefeiert,
nach dem jüdischen Kalender: Kislev/Teweth 5778.

Der Festrhythmus erinnert an den erfolgreichen Makkabäeraufstand im 2. Jahrhundert v. Chr. gegen
Antiochus IV. Epiphanes, der im Jerusalemer Tempel ein Götterbild aufgestellt hatte (weitere Infos hier).
Zur Reinigung des Tempels fand sich nur noch eine geringe Menge koscheren Öls,
die jedoch acht Tage reichte, ohne dass das Licht ausging.
Einer der Festriten besteht nun darin, mit der Hilfe eines "Dieners" jeden Tag ein neues Licht anzuzünden, bis alle acht Kerzen leuchten. 

Der historische Hintergrund bietet genug Anlass zur Fröhlichkeit, so dass sich Chanukka durch ein entsprechendes Brauchtum auszeichnet.
Dazu gehört auch das sog. Dreidl-Spiel. Außerdem wird spezielles Öl-Gebäck in den Familien verspeist .
Es gibt dafür auch Bestellmöglichkeiten über das Internet.




Johann Hinrich Wichern soll durch das Chanukka-Fest zum Aufstellen des Adventskranzes mit den Adventslichtern angeregt worden sein. 
 
Chanukka-Feier am Phoenix-See Dortmund, 2017







Dienstag, 12. Dezember 2017

Islamische Theologie an deutschen Universitäten und die Islamverbände (aktualisiert)


Die politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern haben inzwischen organisatorisch umgesetzt, den Islam als Teil Deutschlands in die universitäre Lehre und Forschung einzugliedern. Die Erfahrungen mit den islamischen Studienzentren an den Universitäten sind ermutigend:
  • An den Universitätsstandorten für Islamische Religionslehrerausbildung geht es um die wissenschaftliche Vergleichbarkeit mit den anderen universitären Disziplinen.
    Im Blick auf die Beiräte, die die Studienzentren begleiten und für die Berufungen der Lehrenden ggf. zuständig sind, gibt es jedoch noch Differenzen, die man nun doch mit allen Beteiligten zu lösen versucht.


  • Details zu den Studienzentren für Islamische Theologie (s.u.) 
  •  
  • Erste Islamtheologen ausgebildet - Abschluss des Graduiertenkollegs
    (Tagesspiegel, 27.09.2017)
  • Allah in der Schule. Eine Studie zeigt die Probleme bei der Ausbildung von Islamlehrern. Arnfrid Schenk in ZEIT online vom 27.09.2017
  • Muslime an deutschen Hochschulen. Religiöse Kompetenz stärkt Vielfalt und Internationalisierung. Deutsche Universitätszeitung (duz) - duz Special, 27.01.2017 (12 S., Abb.)

Zwei Besonderheiten:

1.  Der Alevismus / das Alevitentum wird in Deutschland
     als eigenständige Bekenntnisgemeinschaft geführt.
     Daher gibt es in Nordrhein-Westfalen auch dafür einen regulären Unterricht:

--- Alevitischer Religionsunterricht: Bericht vom 14.02.2011 im Kölner Stadtanzeiger
--- Alevitischer RU als ordentliches Lehrfach  (Schule NRW 05/2012) 

2.  Die Ahmadiyya als islamische Sonderform hat in Hessen inzwischen den Status einer
Körperschaft öfentlichen Rechts
.
--- Homepage der deutschen Ahmadiyya: hier



Große islamische Gruppierungen, Zusammenschlüsse
und Dachverbände in Deutschland (Auswahl)


  • Die Ismailische Gemeinschaft: Dachverband der Ismailiten  (Siebener-Schiiten)

Staatliches Engagement: Deutsche Islamkonferenz: Übersichten in Google-News  


Forschungs- und Ausbildungszentren für
Islamische Theologie in Deutschland
Humboldt-Universität Berlin
 

Universität ERLANGEN-NÜRNBERG:


Universität FRANKFURT/M. (in Verbindung mit der Universität Gießen): 

 Universität HAMBURG:  
Akademie der Weltreligionen (AWR) --- Leitung: Prof. Dr. Wolfram Weiße
Diese Einrichtung versucht, die verschiedenen Religionen im Rahmen der Universität ins Gespräch zu bringen und auf diese Weise die Lehrerausbildung interreligiös zu verstärken.
Stellv. Leitung und für die Islamwissenschaften zuständig: Prof. Dr. Katajun Amirpur.


Universität MÜNSTER   
Universität OSNABRÜCK 

Universität TÜBINGEN:  
 Universität HAMBURG:  
Blog von Serdar Günes (Universität Frankfurt/M.) mit vielen Beiträgen zum Thema "Islamische Theologie und Religionspädagogik in Deutschland"

Sondersituation Bremen:
Ablösung des Faches "Biblische Geschichte" durch "Religion"
(Radio Bremen, 26.06.14)


Hessen:
Islamischer RU seit Schuljahr 2013/14 in Hessen (Übersicht bei rpi-virtuell) 




Samstag, 9. Dezember 2017

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüdenscheid - Programm 2018


Startseite Freitag, 26. Januar 201
Die Mädchen von Theresienstadt
Gedenktag für die Befreiung Auschwitz
Es ist die Geschichte einer Gruppe junger jüdischer Mädchen. die in
Theresienstadt im Mädchenheim L 410, im Zimmer 28 zusammen lebten.
Die zum Teil sehr nahegehenden Biografien der Mädchen in Zimmer 28 ermöglichen auf eindringliche Weise einen sehr authentischen und konkreten Zugang zur damaligen Zeit . Bewegend  und erschütternd  sind die Aufzeichnungen von ihnen, die überlebten.
Sie wurden Zeugen eines geschönten NS-Films für das Internationale Rote Kreuz, gedreht 1944, welcher später  unter dem Titel  „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ bekannt geworden ist.                   
                                 
In Form einer szenischen Lesung werden Mitglieder des Ensembles K
unter der Leitung von Rudolf Sparing dieses Projekt realisieren.

Er stützt 
sich auf die Erinnerungen von Hannelore Grünberg-Klein
„Ich denke oft an den Krieg, denn früher hatte ich dafür keine Zeit“
und auf Berichte anderer Überlebender, dokumentiert von
Hannelore Brenner-
Wonschick in dem Buch: Die Mädchen von Zimmer 28.
Freundschaft, Hoffnung und Überleben in Theresienstadt
. München: Droemer HC 2004

Beginn: 18.00 Uhr im Roten Saal des Kulturhauses Lüdenscheid
vorher Gedenkfeier an der jüdischen Gedenktafel
an der Rückseite der Stadtbücherei, Luisenstraße, um 17.00 Uhr       

Donnerstag, 15.Februar 2018
Der Prophet Mohammed und seine Zeit   
Der Mittelmeerraum, Arabien und der Mittlere Osten waren neben starken monotheistischen Religionen weiterhin durch andere Religionen geprägt – auch mit matriarchalen Strukturen. Die göttliche Offenbarung des Einen Gottes an Mohammed bestärkten ihn, die Göttervielfalt in Mekka abzuschaffen. Das gelang ihm aber zuerst nicht. Als Prophet Gottes setzte er darum diese Erkenntnis zuerst in Medina politisch um. Die Konflikte im weiteren Verlauf wurden auch militärisch ausgefochten, bis schließlich Mekka den monotheistischen Glauben annahm. Die Offenbarungen Mohammeds wurden sehr bald nach seinem Tod schriftlich als Koran zusammengefasst.
Referent: Dr. Reinhard Kirste, Nachrodt 
Ort: Lüdenscheid, Gemeindehaus Maria Königin, Graf-von-Galenstr. 23
Beginn: 19.00 Uhr 

Mittwoch, 21. März2018
Die Bergpredigt – auch ein politisches Programm ?
Jesu Lehre auf dem Berg – die „Bergpredigt“ - ist ein Teil des
Matthäus Evangeliums. In ihm gilt Jesus als Lehrer, König und Richter.
So lässt sich diese Lehre als Regierungsprogramm  Jesus verstehen.
Das soll umgesetzt werden von seiner Schülerschaft, von der Gemeinde,
zielt aber auch über die Gemeinde hinaus bis in die Welt. Insofern ist
die Bergpredigt nicht zuletzt auch politisch relevant. In ihr ist dabei
die Frage nach Recht und Gerechtigkeit zentral.
In dieser Lehre erweist sich Jesus nicht als jemand, der das „Gesetz „
überbietet oder abschafft, sondern er redet als Ausleger der Thora.
Seine Aussagen stehen ganz und gar innerhalb des Judentums.
Referent: Prof. Dr. Klaus Wengst. 
Er war Inhaber des Lehrstuhls für das Neue
Testament und Judentum an der Ev. Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.
Ort: Lüdenscheid, Gemeindehaus Maria Königin, Graf-von-Galenstr. 23
Zeit: 19.00 Uhr

Mittwoch, 25. April 2018
Die abrahamitischen Religionen  
Mit diesem Begriff werden das Judentum, Christentum und Islam bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass alle drei Religionen Abraham als Stammvater ihres Glaubens bezeichnen. Das Judentum bezieht sich in der Thora auf Isaak, der Sohn Abrahams und Sara, die Stammväter des Volkes Israels. Das Christentum bezieht sich auf den „Abrahamitischen Segen“ : „ Durch Abraham sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden.“ Der Islam führt seine Abstammung von Abraham über den Sohn Ismael zurück. 
Referent: Matthias Menke, Leiter des Katholischen Bildungswerkes Lüdenscheid 
Ort: Lüdenscheid, Gemeindehaus Maria Königin, Graf-von-Galenstr. 23
Zeit: 19.00 Uhr

Montag, 30. Mai 2018
Die Gegenwart des Antisemitismus in Deutschland
Der irrationale Hass auf Juden hat eine lange Geschichte. Dem christlich
orientierten Antijudaismus folgte im letzten Drittel des 19.Jahrh. der sich „wissenschaftlich“ darstellende Antisemitismus. Zu Beginn des 20. Jahrh. machte man die Juden für alles Unglück wie Finanzkrise, Revolution und Kriege in der Welt verantwortlich. Der Nationalismus setzte dies mit der Vergasung oder Erschießung von 6 Millionen Juden in
die Tat um. Nach Auschwitz und Gründung Israels 1948 wechselte der
Antisemitismus seine Form. Alles Böse wird seither auf den jüdischen
Staat projiziert. Seit Beginn dieses Jahrtausends kam mit dem „Islamischen Antisemitismus“
eine neue Form von Judenhass hinzu, 
die uns in Deutschland zunehmend Sorgen bereitet.
Dr. Matthias Küntzel, Politikwissenschafter und Historiker
wird in seinem Referat die Ursachen, Erscheinungsformen und Auswirkungen des gegenwärtigen Antisemitismus erläutern.
Ort: Lüdenscheid, Gemeindehaus Maria Königin, Graf-von-Galenstr. 23
Zeit: 19.00 Uhr

Donnerstag, 28. Juni 2018 --- Studienfahrt nach KölnWir besuchen die Zentralmoschee in Köln Ehrenfeld,
die orthodoxe jüdische Gemeinde in der Roonstraße und den Kölner Dom. 
Abfahrt ab Gemeindehaus Maria Königin Graf-von-Galenstr. 23 in Lüdenscheid
um 9.00 Uhr. Kostenbeitrag ca. 20,00 €

Montag, 6. September 2018
Darf gegen jüdische Gesetzte verstoßen werden?
In der jüdischen Religion gibt es 613 Ge- und Verbote.Da erheben sich die Fragen: „ Ist der Jude in der Lage, alle Vorschriften einzuhalten oder wie werden Probleme wie Blutübertragung, Abtreibung oder Einhalten der Speisegesetze gelöst?“Was ist stärker Menschenwürde oder Religion?
Referent: Rabbiner Baruch Babaev, Jüdische Gemeinde Dortmund
Ort: Gemeindehaus Maria Königin, Graf-von-Galenstr. 23, Zeit: 19.00 Uhr

Dienstag, 16.Oktober 2018
Die Zehn Gebote  - Weisung für das Leben in Freiheit   
 
Die Zehn Gebote sind die Wurzel für das Juden-, Christentum und Islam
Die über 3000 Jahre alten Gebote soll  für die Menschen unserer Zeit
ein hilfreicher Leitfaden sein. Im ersten Teil beziehen sie sich auf das
Verhalten Gott zu den Menschen und im zweiten Teil vom Menschen zum Mitmenschen.
Die Zehn Gebote sollen das Fundament für die
Werte sein, die unser Miteinander prägen. Sie zielen über das Volk Israel
und Christentum hinaus auf universelle Gültigkeit.
Referent: Rabbiner Shlomo Raskin, Jüdische Gemeinde Frankfurt/M.
Ort: Gemeindehaus Maria Königin, Graf-von-Galenstr. 23, Zeit: 19.00 Uhr


Freitag 9. November 2018:  Gedenken an die Reichspogromnacht


                                          

Dienstag, 5. Dezember 2017

Der furchtbare Krieg in Syrien seit 2011 ---- Die Folge: Millionen Flüchtlinge (aktualisiert !)

Ethnisch-religiöse Situation in Syrien
Quelle: Syria Ethno-religious compositionby Institute
for the Study of War - aus: http://commons.wikimedia.org




Der Arabische Frühling hatte auch in Syrien Hoffnungen aufkeimen lassen. Aber nun schon mehrere Jahre ist brutale Gewalt zum Alltag im Lande geworden. Unermessliches Leid trifft die Bevölkerung. Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht oder sind in die Nachbarländer geflohen. Besonders der Libanon, Jordanien und die Türkei tun schier Unmögliches zur Aufnahme der Flüchtlinge.

 
Dramatische Zahlen (2017) 
  • Libanon: 450.000 Flüchtlinge aus Palästina und dem Irak, 2 Millionen registrierte Flüchtlinge aus Syrien seit 2011  - Einwohnerzahl: 4,5 Millionen
  • Jordanien:  ca. 1 Million Füchtlinge - Einwohnerzahl: 9 Millionen
  • Türkei: ca. 2,7 Millionen Flüchtlinge - Einwohnerzahl: 80 Millionen
Maronitische St. Elias-Kirche
in Aleppo (2007 !) - aus Wikipedia
Religiöse und ethnische Minderheiten sind am meisten betroffen und drohen in diesem Krieg völlig zerrieben zu werden.



Weitere Informationen


--- Die gefährdete Zukunft der Armenier
     in Syrien und in der Levante
(NZZ 14.04.2014)

--- Berichte mit einer Chronologie des Bürgerkriegs in Syrien
                                   (fr-online vom 28.08.2013 mit Bildergalerie)

--- Das Drama um Maaula und das Thekla-Kloster (La Vie, 11.03.2014)

--- Die dunkle Seite der Assad-Beraterin Bouthaina Shaaban
    
(The Star, Toronto, 31.01.14)

--- Aufruf von Papst Franziskus zu einem Gebetstag für Syrien (07.09.13)



Der gewaltlose Widerstand der Frauen
--- Voices of Syrian women in civil resistance

(Nada Alwadi in Open Democracy vom 27.09.2013)


Hintergrundinformationen