Donnerstag, 24. Mai 2018

NEWS - VERANSTALTUNGEN - BIBLIOTHEK - PROJEKTE


2.  InterReligiöse Bibliothek (IRB) 
InterReligious Library - Bibliothèque InterReligieuse - Biblioteca InterReligiosa
 
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Hauptseite der IRB:
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  •  Neuzugänge der Bibliothek (Print): hier

3.  (Inter)-Religiöse Einrichtungen
und Projekte
Berlin-Marzahn: Gärten der Welt - China

                                                                                                                                                                                                                
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Jordi Savall - musikalischer Brückenbauer zwischen Okzident und Orient (aktualisiert)

Jordi Savall, 2007
(Wikipedia)
Der international bekannte katalanische Gambist, Dirigent und Musikforscher Jordi Savall  (geb. 1941) bringt mit seinen Kulturen übergreifenden Projekten den musikalischen Reichtum von Europa, von Asien (islamisch-indisch) und der "Neuen Welt" Amerika auf unnachahmliche Weise in verschiedenen Projekten zu Gehör
Ausgehend von den intensiven Verbindungen arabischer und iberischer Musik seiner Heimat, setzt er immer wieder aufmerksam machende Akzente. Mit seinem Ensemble für Alte Musik Hisperion XXI stellt er die durch die "Reconquista" abgerissene Verbindung der drei Musiktraditionen wieder her: 
Jüdisch-sephardische, muslimische und christliche Klänge bilden eine Polyphonie 
von Grenzen überschreitender Art. 

Hinzu kommen La Capella Reial de Catalunya und Tembembe Ensamble Continuo und Le Concert des Nations.

Savall hat weiterhin eine Stiftung für Alte Musik gegründet, die Fundació CIMA, um den vielfältigen musikalischen Dialog in Geschichte und Gegenwart weiter voranzubringen.
Sicher hat dazu auch seine Freundschaft mit Raimon Panikkar (1918-2010) beigetragen.
Versöhnung durch Musik - Dialog der Seelen - ein Mut machendes Beispiel !
(Vgl. dazu den Bericht in ZEIT online von 19.10.2006). 


Arabische Zither: Kanun

Auf der Seite seines 1998 gegründeten Labels "Alia Vox" hat Jordi Savall viele dieser Kultur-Verbindungen auf CD eingespielt
(auch mit seiner Ehefrau Montserrat Figueras (1942-2011).
Übersicht der Produktionen: hier

Für sein Engagement hat er inzwischen viele Auszeichnungen erhalten.

Beispiele seiner musikalischen Brückenschläge:
  • Copernicus et pourtant elle tourne - und sie dreht sich doch !
    Kirche St. Katharina, Krakau
  • Händelfestspiele Halle/Saale im Jahr 2014: Krieg und Frieden im barocken Europa 1613 - 1714. Vom 30jährigen Krieg bis zum Utrechter Frieden
         Dieses Arrangement von Jordi Savall  wurde am 14. Juni 2014 während der
         Händel-Festspiele in Halle/Saale uraufgeführt. Er war übrigens bereits der
         Händelpreisträger der Stadt Halle 2009.
    
         --- Programm am 14. Juni 2014 ---

Die Grenzen überschreitende Kraft der Musik:
Weitere musikalische Brückenbauer: hier

CC



Die Grenzen überschreitende Kraft der Musik --- Weltmusik (aktualisiert)

Für die Begegnung der drei monotheistischen Religionen bietet nicht nur die Sprache, sondern auch die Musik viele Möglichkeiten. Im Mittelalter entwickelte sich auf der Iberischen Halbinsel eine Bühne der Vemittlung von jüdischen, christlichen und islamischen Elementen, aber auch im übrigen Europa gab es mehr interreligiöse Musikverbindungen, als man normalerweise vermutet.  So gehen inzwischen Musiker und Komponisten immer wieder auf Entdeckungsreise. Mehrere Gruppen haben vor einigen Jahren damit begonnen, solche interreligiösen Schätze aktualisierend ans Licht, besser ans Ohr zu bringen.

Solche Beispiele sind auch:

1. Daniel Barenboim
und das West-Eastern Divan Orchestra
  
2. TRIMUM mit einem Chor
für Juden, Christen und Muslime


Die berühmte Stuttgarter Bachakademie als federführender Veranstalter hat von 2012 - 2014 dieses Projekt vorangetrieben. Seit 2015 wird es in Eigenregie geführt. Initiator und Promotor ist weiterhin  Bernhard König, der sich nicht nur als ehemaliger Konzertveranstalter, sondern seit längerer Zeit auch als Autor, Komponist und Interaktionskünstler die Musik als interreligiöse Kraft beeindruckend verdeutlicht.
Vgl. bereits: Bernhard König im WDR 5 -Tischgespräch vom 02.10.2013


TRIMUM - Spuren verdichteten interreligiösen Singens

Vgl. auch das Projekt: Musik-Begegnung für JUNGE OHREN (2012/2013)


 3. Die religiösen Traditionen
    der drei Religionen sind auch
    Schwerpunkt dieser
    Ensembles: 

 


Sonntag, 20. Mai 2018

Islam und Moderne - ein Widerspruch?

Unter diesem Thema fand am 17. Mai 2018 ein öffentliches Symposium am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) statt.
Die Veranstalter-Kooperation:
Aus der Einladung
"Die Moderne gilt gemeinhin als Inbegriff der westlichen Zivilisation und wird häufig mit der Emanzipation von starren, religiösen Traditionen verbunden. Begriffe wie „Säkularisierung“ und „Rationalisierung“ sind kennzeichnend für ein derartiges Verhältnis von Religion und Moderne. Zudem prägen das Subjektivitätsprinzip und der darauf basierende Individualismus das Verständnis der modernen Kultur und ihrer normativen Ordnung, für die die Menschen- und Bürgerrechte von grundlegender Bedeutung sind. 
Viele zeitgenössische Muslime assoziieren mit der Moderne jedoch nichts Gutes. Sie fassen die Moderne vielmehr als ein militärisch-kulturelles Welteroberungsprojekt des Westens auf, denn sie erlebten die Europäer im Zuge der Kolonisation als technisch und militärisch überlegene Invasoren, die darauf abzielten, ihre Ressourcen auszubeuten und die islamische Identität zu zerstören. Das seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts in manchen muslimischen Milieus anzutreffende religiöse Wiedererwachen lässt sich u.a. als eine Reaktion auf diese Erfahrung der westlichen Moderne verstehen. 
Die islamische Religion wird in diesem Kontext zunehmend politisiert – verbunden mit der Wiederbelebung religiöser Traditionen und Institutionen, die eine gewisse Authentizität hervorbringen und den normativen Universalitätsanspruch der westlichen Moderne zurückweisen. Träger des religiösen Wiedererwachens sind islamistische Akteure, die auf der Grundlage von Koran und Sunna die muslimische Identität politisieren und dadurch Menschen gegen die Moderne mobilisieren. Obwohl Islamisten und Salafisten die vom Westen getragene säkulare Moderne vehement ablehnen, nutzen sie ihre technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften, um u.a. den Westen zu bekämpfen. So sind Islamisten keineswegs, wie oftmals behauptet wird, rückständige und mittelalterliche religiöse Fanatiker, sondern mit moderner Technik durchaus vertraut. Das, was sie ablehnen, sind die mit diesen Errungenschaften verbundenen Werte und Normen.

Andererseits sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts verstärkt modernistische Bestrebungen im Diskurs muslimischer Intellektueller zu verzeichnen. Sie zielen darauf ab, sowohl dem traditionalistischen als auch dem islamistischen Gedankengut entgegenzutreten und ein zeitgemäßes Islamverständnis zu entwickeln. Dabei gilt als Prämisse, dass der Islam nicht in Widerspruch zur modernen Welt stehe, sondern mit Demokratie und Säkularismus sowie mit den als modern definierten Werthaltungen, Verhaltensweisen und Institutionen vereinbar sei. Durch die Migration von Muslimen nach Europa werden Muslime zunehmend mit Fragen nach der Kompatibilität von Islam und Moderne konfrontiert. So sind auch in Deutschland muslimische Intellektuelle bestrebt, neue Konzepte und Kompromisse im Verhältnis zwischen „religiös“ und „weltlich“ zu wagen und humanistisch geprägte, theologische Zugänge zu schaffen, die eine Versöhnung zwischen Islam und Moderne ermöglichen. Bislang waren die modernistischen Bestrebungen sowohl in islamisch geprägten Gesellschaften als auch in der europäischen Diaspora jedoch von begrenztem Erfolg. Warum ist dies so?"
Diesen Fragen stellten sich die Redner und Gesprächsteilnehmer/innen dieser Veranstaltung.



Die Moderation des Symposiums
 übernahm der Islamwissenschaftler
 Aladdin Sarhan (MFD) vom KWI. 

Es kamen diese Themenschwerpunkte zur Sprache:



Das Friedenspotenzial monotheistischer Religionen
zwischen Anspruch und Wirklichkeit 

Pfarrer Jörgen Klußmann (EAiR) erinnerte daran, dass Gewaltlosigkeit das zentrale Prinzip der Selbstorganisation einer modernen Gesellschaft ist.
Wie schwierig der Weg dorthin war und immer noch ist, zeigte er zum Einen an der Problematik eines christlich-theozentrischen Weltbildes, das das europäische Mittelalter beherrschte.
An der Geschichte des Islam von ihren Anfängen bis in die Moderne wurde zum Anderen deutlich, welche Dramatik die Eroberung Bagdads durch die Mongolen (1258) und die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) für geopolitische Veränderungen spielten. Innerislamische Probleme und Auseinandersetzungen mit einem machtpolitisch orientierten Christentum zeigen die Hypothek der Geschichte angesichts christlich-islamischer Annäherungen in der Moderne.



Islam in Deutschland: 
Innerreligiöse Vielfalt
und Organisationsdruck
 

Der Islam- und Politikwissenschaftler sowie Mitarbeiter beim BAMF
Dr. Marwan Abou Taam (MFD), erinnerte in seinem Vortrag an die Problematik, wenn Gott als der letztgültige Souverän für heutiges politisches Handeln gesehen wird. Er verdeutlichte dies an den fünf
islamischen Hauptverbänden in Deutschland:
DITIB, Milli Görüs, ZMD, Ahmadiyya, VIKZ. 
In diesem Zusammenhang werden die Migrationsanteile in der Gesellschaft Deutschlands wichtig. Hier zeigt sich eine türkische Mehrheit bei den Zugewanderten. Aber auch die Bevölkerungszahlen aus Nordafrika, dem Nahen und Mittleren Osten, sowie aus Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion sind gestiegen.
Der Referent betonte, dass inner-islamische Konflikte zum Teil inner-ethnische Konflikte sind. Sie signalisieren damit zugleich, dass es hier um die Sicherstellung der eigenen (muslimischen) Identität geht.
Von daher gibt es kaum multiethnische Moscheen.
Um es auf den Punkt zu bringen: In Deutschland spiegelt der Islam südostanatolische Verhältnisse.
Letztlich zeigt sich in den konservativen Verbänden die Problematik einer reaktionären Moderne: formal modern, religiös rückwärts, fundamentalistisch gewandt.


Gott ist Friede - Islamische Theologie
zwischen Tradition und Moderne

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für islamische Theologie in Münster und Mitbegründer des MfD, betonte, wie stark das Gottesbild von den jeweiligen Machtstrukturen der Gesellschaft bestimmt wird. Religion ist offensichtlich besonders anfällig für solche Strukturen.
Wenn nun die Allmacht Gottes als absolute Autorität (Omnipotenz) gesehen wird, geht dies eindeutig auf Kosten der Freiheit des Menschen. Ganz konkret spielte der Islamwissenschaftler am Ash'arismus  (vgl. Asch'ariya /wikipedia) als Staatsdoktrin die gefährlichen Folgen für ein autoritäres Gottesbild und für unabhängiges Denken durch. 

Dieser Tendenz folgte in gewisser Weise auch al-Ghazali (ca. 1056-1111).
Denn hier wird die Offenbarung gegen die Vernunft und die Theologie gegen die Philosophie ausgespielt
(vgl. Th. G. Schneiders: Deutschlandfunk, 09.12.2012).
Dagegen setzte Khorchide ein dialogisches Modell der Allmacht Gottes im Blick auf ein neuzeitliches Verständnis: Gott lässt Freiheit zu, denn die göttliche Macht schafft sich keine Marionetten. Die Erfahrung unserer (begrenzten) Freiheit wird zum Zeichen von Gottes absoluter Freiheit im Sinne eines Liebesverhältnisses von Gott - Mensch (vgl. Sure 5, bes. V. 54). Die menschliche Freiheit als Gesetz der Liebe zu verstehen, heißt, dass sich Gottes Freiheit in der Freiheit des Menschen verwirklicht. Diese kontinuierliche Korrelation Gott-Mensch lässt sich im Sinne von Sören Kierkegaards dialogischem Machtbegriff weiter bedenken.
(vgl. Georg Sans, SJ, in: Stimmen der Zeit).

Religion im säkularen Kontext der Moderne: Konfliktpotentiale und Humanisierungschancen

Prof. Dr. Jörn Rüsen, ehemaliger Leiter des Kulturwissenschaftliches Instituts Essen (KWI), hob die Bedeutung der wenig beachteten Zivilreligion hervor, die Jean Jacques Rousseau (1712-1778) mit seinem Gesellschaftsvertrag contrat social (1762) ins Spiel brachte. Er setzte sie in Kontrast der absolutistisch auftretenden Monotheismen. Darauf hat besonders der Ägyptologe Jan Assmann aufmerksam gemacht. Die Zielrichtung Rüsens ging dahin zu betonen, dass der Mensch nur begrenzten Zugang zu Wahrheit hat. Weil das so ist, entwickelt sich daraus kein Heilsweg ins Jenseits, sondern Erlösung zur Menschlichkeit. Damit erhält das Individuum eine gewisse Sakralität (so Hans Joas, vgl. Die Macht des Heiligen, Deutschlandfunk, 19.10.2017).
So wird die Zivilreligion nicht nur eine Humanismus-Chance, sondern dadurch kann sich der Mensch  auch selbst transzendieren. Religion in diesem Sinne wir zum Ort unserer Kultur.
Das hat bereits Goethe mit dem Schluss von Faust II deutlich gemacht und Marcel Proust in vielen Varianten gezeigt: "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"
(br klassik /ard alpha, 16.10.2017).

CC

Samstag, 19. Mai 2018

Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra (aktualisiert)

Während einer Orchesterprobe in Sevilla, 2005
(Wikipedia)

 
Daniel Barenboim (geb. 1942) ist nicht nur ein berühmter Dirigent und Leiter der Staatsoper Berlin, sondern auch ein Brückenbauer der besonderen Art:
Als Musiker, Israeli und Jude hat er Grenzen der Ablehnung überschritten, um Signale des Friedens in den zerstrittenen Nahen Osten zu senden.  


Eine tiefe Freundschaft verband ihn mit dem ebenfalls
weltbekannten Literatur- und Kulturwissenschaftler,
Palästinenser und Muslim Edward Said (1935-2003).
Cambridge University Press
(UK & USA) 2000

Dieser hatte 1978 in seinem grundlegenden Werk
Orientalism westliche Deutungen des Orients
problematisiert:
"Der Orient, erschaffen durch den Okzident".
Aber es gibt neue Zugangsweisen:
Edward Said hat nämlich in einem Vortrag in London (2003) auf den symbolisch reichen Status von Palästina und Israel hingewiesen, ohne den eine solche Musik-Idee nicht hätte konkretisiert werden können; "... denn gerade weil die komplexe Frage selbst, deren Kernpunkt aus meiner Sicht das Ringen um die Menschenrechte der Palästinenser in einem durch die drei großen monotheistischen Religionen geheiligten Land ist, so viele fruchtbare Möglichkeiten bietet, ... haben wir handeln können."
(aus: Begleitheft zur DVD, S. 21 - s. Foto  unten, vgl. weitere Literatur zu Edward Said bei Perlentaucher 
und  seinen Essayband "Culture and Imperialism". New York: Vintage 1994). 
Gemeinsam haben der Israeli und der Palästinenser alte Denk- und Vorurteilsmuster aufgebrochen. So entstand eine sich verwirklichende Vision, die in ihrer Güte-Kraft bisher einmalig ist, nämlich das West-Eastern Divan Orchestra.
Nicht ganz zufällig geschah dies in Weimar während des Kulturhauptstadtjahres 1999 und in der Erinnerung an: Johann Wolfgang von Goethe Sein West-östlicher Divan ist eines der beeindruckendsten Zeichen der Welt-Literatur, um zu verdeutlichen, welcher Reichtum aus der Begegnung mit dem Orient fließen kann.  Ein naheliegender Brückenschlag erfolgte mit dem Blick auf das mittelalterliche (islamische) Andalusien, so dass sich Weimar und Sevilla hier geistig zusammenfanden.
(vgl. den Bericht in arte vom 20.08.2005)


Goethe-Hafis-Denkmal
in Weimar
Die Vision des West-östlichen Divan-Orchesters realisierte sich trotz vieler Widerstände mehr und mehr: Musiker aus Israel und Palästina "spielen vor" - und zwar in des Wortes originaler Bedeutung - wie Gräben des Misstrauens, des Hasses und der Zwietracht zugeschüttet werden können.
Die Reisen des Divan-Orchesters sind darum wahr-haftige Friedensmissionen und können anregen, dass jeder etwas mit seinen Möglichkeiten zur friedvollen Begegnung der Religionen und Kulturen bewirken kann.

Cover der DVD




Eine DVD mit der Dokumentation der rasanten Entwicklung des Divan-Orchester von  1999 - 2005 zeigt die Etappen auf, wie die Vision mehr und mehr Konturen gewann - in Weimar, Buchenwald, Berlin, Sevilla, Córdoba, Rabat, Genf, Ramallah, Jerusalem ... Das Ramallah-Konzert vom 21. August 2005 kann man vollständig nachhören. Die gewonnenen Preise für diese musikalische Friedensmission (z.B. Internationaler Emmy Award und ECHO Klassik 2006) scheinen nur noch anspornender gewirkt zu haben.

Baustelle der Barenboim-Said-Akademie
(Juni 2015)

Denn inzwischen hat die Barenboim-Said-Akademie (Bericht in rbb, 15.06.2015) für junge Musiker aus Nahost bereits das Richtfest hinter sich (Bericht der Berliner Zeitung vom 15.06.2015) und kürzlich ihre Eröffnung gefeiert. Auf der Rückseite der Staatsoper in Berlin entstand so ein musikalisch-multikultureller Lern- und Begegnungsort. Die ersten Studenten worden dort nun aufgenommen (Bericht der SVZ vom 07.12.2016).
Der inzwischen auch eingeweihte Pierre Boulez-Saal 
bietet vielfältige Möglichkeiten, das interkulturelle
Anliegen Barenboims noch weiter zu intensivieren.

Mehr zu Pierre Boulez (1925-2016): hier (wikipedia.en)

Eine optische Reise sowohl ins Orchester bei Proben und Aufführungen stellt der Bildband des von Anfang an zum Divan-Orchester gehörenden libanesischen Geigers  Georges Yammine dar:
Funkelnde Hoffnung. Das West-Eastern Divan-Orchestra und die Kraft der Musik / A Sperk of Hope. The West-Eastern Divan Orchestra and the Power of Music.
Hg./ed.: Daniel Barenboim.
Wiesbaden: Corso 2014 


"Die Musik verfügt wie keine andere Kunstform über die Fähigkeit, eine Vielfalt widerstreitender Gefühlslagen und Gedanken gleichzeitig auszudrücken
und in Harmonie zu bringen".
(Julia Spinola, aaO S. 9)